Mirjam Mieschendahl beschäftigt sich gerade mit...

 

ich und die bücher

einmal in der woche trifft man mich mindestens in einem buchladen an, nein, ich bestelle nicht online, ich liebe buchläden, die gehören zu den büchern. das hat bei uns familientradition, mein vater hatte in vielen städten einen lieblingsbuchladen, das waren unsere heimathäfen, familienausflüge begannen oft dort, oder endeten da.

eines meiner schönsten geburtstagsgeschenke hab ich dann auch mit 17 jahren bekommen, nämlich einen gutschein über 100 DM für meinen lieblingsbuchladen. es war nämlich so, dass ich zwar bücher liebte, aber immer extrem wenig geld hatte. das führt dazu, dass ich in der buchhandlung meines vertrauens (wenner's in osnbrück) mindestens 3 stunden verbringen musste, um sicher zu sein, dass ich ein buch kaufe, das mir dann wirklich gefällt. meine auswahlkriterien waren die dicke des buches, schließlich wollte ich möglichst lang etwas davon haben, der buchrückseitentext, der klappentext und die ersten seite. jetzt ist das natürlich leichter, ich kann mir fehlkäufe erlauben, auch lese ich mittlerweile dünne bücher

aber die auswahl wird immer schwieriger, mein vertrauen in die buchrückseiten texte ist nämlich gestört....
auf den buchrückseiten werden oft empfehlungen abgedruckt von zeitschriften, oder tv literatur formaten, da kenn ich mich aus, aber immer öfter werden auch empfehlungen von zeitungen aus den USA abgedruckt, von denen ich noch nie gehört habe, oder autoren, die ihre kollegen loben. in dem fall hinterlässt das eher einen negativen eindruck auf mich (so lange es nicht die times bestenliste ist).

ich denke dann immer, wenn das buch solche tricks notwendig hat, dann kann das ja nicht gut sein. bin marketing geschädigt. ich hab ja jetzt beruflich mit leserrezensionen zu tun und habe mich natürlich gefragt, warum die verlage nicht auf solche empfehlungen zurückgreifen. das würde ich gerne mal ausprobieren, zum beispiel diese rezension, meine frage war danach nur noch, sind die drogen legal, oder wie abgefahren kann das buch sein, muss mir das buch wohl kaufen, um das herauszufinden:)

Rezension vom 12.05.2009 (33)

von Mr. Rail

 

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hallo wurtschigkeit

wiederentdeckung eines lebensgefühls.....weg vom druck, hin zur entspannung. gott sei dank, der knoten ist geplatzt, eine von den hardcore twitterin benutzt immer hashtag #leben in ihren meldungen, musste immer lachen, weil das so irre ist, leben extra kenntlich machen.... aber scheinbar muss man, weil 90% ihrer meldungen beziehen sich dann im umkehrschluss um #nichtleben. mir gings die letzten monate ähnlich, merk aber jetzt, wie immer öfter ein gedanke in meinen kopf kommt ' ist doch egal', wenn es nicht klappt, was solls. warum stress machen? ...hilfreich dabei, ich antworte nicht mehr auf jedes email, zieh mir nicht mehr alles rein, blog weniger, twitter weniger, mach weniger noise, geh nicht mehr auf jeden termin,...überleg mir bei jeder sache, muss ich, oder gehts nicht besser auch ohne...meine last auf den schultern wird täglich weniger:)

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der sommer, der keiner ist

draußen sitzen, in die luft starren, relaxen, abhängen, chillen, den vögeln zuhören, all das verbinde ich mit dem sommer....
dieses jahr hat das in münchen noch nicht richtig geklappt, aber zum glück gibt es musik, wie diese:

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idee

mal schauen, ob das eine gute idee ist, habe gemerkt, dass die buchmenschen: presseabteilungen, lektoren, buchvermarktung, autoren noch nicht ganz so genau wissen, was eigentlich das social web, internet mit dem thema 'buch' und vor allem ihnen zu tun hat. für viele noch gar nichts. naja die amazon verkaufsstatistiken werden schon wahrgenommen, aber die anderen möglichkeiten des netzes, noch nicht.

es wäre aber schade, wenn hier das gleiche passiert, wie mit den musiklabels, die einfach zu spät realisiert haben, was sich für neue möglichkeiten, chancen, risiken eröffnen. deshalb dachte ich mir, hier muss man was machen, ihnen die sachen erklären, zeigen, näher bringen, vertrauen und interesse schaffen. ich würde gerne ein paar gute social web experten zusammenbringen, die auf ca. 4 events an konkreten beispielen erklären:

  • ich bin lektor, oder habe selber ein buch geschrieben, aber die marketingtöpfe meines verlages sind leer: wie kann ich das social web nutzen, um mein buch bekannt zu machen?
  • ich bin die presseabteilung, warum macht es sinn sich auch ein online netzwerk aufzubauen, das man mit interessanten inhalten beliefert? spread it!
  • wie setzt man twitter, facebook, xing etc. ein?
  • was gibt es außer banner & co noch für marketingmöglichkeiten im netz, die mehr effekt haben.
  • am  beispiel von guy kawasaki: warum es sinn machen kann für eine aktion freiexemplare ins netz zu stellen, welche effekte gibt es.
  • etc...

desweiteren würde ich gerne auch diejenigen autoren, als vortragende einladen, die das netz schon sehr erfolgreich nutzen und so von ihren erfahrungen berichten können. am besten man sammelt vorab auch noch fragen der buchmenschen ein, die dann auch beantwortet werden können...

mal sehen, ich würde das gerne machen, aber muss noch drüber denken:)

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bedeutung von sozialen netzen etc. noch nicht angekommen in der buchbranche?

bei meinem neuen projekt geht es um bücher, leser & autoren und vieles verwundert mich. amerikanische autoren, superstars, die einen internationalen bestseller nach dem anderem rausjagen, antworten auf meine anfragen äußerst freundlich, äußerst zuvorkommend und hilfsbereit. die deutschen autoren, die ich angeschrieben hatte, antworten dagegen gar nicht. die amerikaner wissen was twitter, communities, soziale netzwerke und blogs sind und haben keine berührungsängste, bei vielen in deutschland ist das noch nicht angekommen. natürlich gibt es ausnahmen: ein deutschen autor, der von seinem verlag nicht gerade gepusht wurde, hat es dann selber in die hand genommen und alle online stückeln (facebook gruppe, blog, twitter etc.) gespielt und sich so online eine große fangemeinde aufgebaut, die amazonverkaufszahlen gingen daraufhin nach oben, da hat dann auch sein verlag gemerkt, dass sie eine perle in ihrem sortiment haben. jetzt ist der autor regelmäßig gast in der spiegel bestseller liste. er war übrigens auch der einzige deutsche autor, der auf meine anfrage geantwortet hatte:) vielleicht hatte ich auch nur pech und einfach die falschen angeschrieben. das es auch anders geht, zeigt diese twitter fallowerliste von "autorenticker" ganz besonderen spass macht mir auch die twitternde autorin else buschheuer

 
klar müssen autoren jetzt nicht zu selbstvermarktern, oder online profis mutieren, die sollen gute bücher schreiben...aber es ist nun mal so, dass viele leute erstmal online abchecken, ob sie ein buch kaufen sollen und sich dort informieren, inspiration holen, die wenigsten leute lesen die feuilletons. und das wird immer schlimmer :-) also sollten zumindestens in den verlagen profis sitzen, die wissen, welche online werkszeuge es gibt und wie man sie nutzt. nach letzter woche weiß ich, dass das noch ein langer weg ist und erstmal viele aus ihren elfenbeintürmen klettern und sich gewöhnen müssen, mit ihren lesern/kunden in direkten und unkontrollierbaren kontakt zu treten...das ist wohl die größte hürde

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twitter api, kennt jemand die lösung?

ich will eine twitterwall bauen, dort laufen die neuesten tweets rein und zwar von einer definierten liste von 70 twitternutzern.
die twitter api erlaubt eine suchanfrage von 140 zeichen zu setzen, das reicht also nicht aus, um 70 namen dort abzufragen, hashtag nutzen diese twitternutzer auch nicht und wir wollen alle tweets die 70 leute darstellen, egal um welchen inhalte es sich handelt. jemand eine idee??

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hallo outlook, auf wiedersehen gmail

fühl mich ein paar jahre zurückversetzt, bei meinem allerersten job nutzten wir outlook, hatten ein laufwerk, auf dem es eine riesen ordnerstruktur gab, das wir permanent mit zusätzlichen infos, daten und dokumenten fütterten, es gab viele extra zugänge für geschütze bereiche, die man immer wieder neu aufrufen, eingeben musste und zuhause arbeiten war irgendwie auch nicht sauber, projektmanagement war mühsam und die leute waren permanent damit beschäftigt viele dokumente anzulegen....die letzten jahre dann immer mehr auf reines online arbeiten umgestiegen, gmail ist mein gedächnis, text & tabellen mein aufbewahrungsort, analytics und eigene reportingcenter sagen mir, was passiert, basecamp das projektmanagementtool und so weiter. jetzt bin ich wieder back to the roots, wieder bei outlook und co, eines meiner projekte, bei denen ich jetzt bin, nutzen diese infrastruktur. ich muss also mit beiden systemen parallel arbeiten...einen vorteil hat natürlich die ganze outlook geschichte, sollte google pleite gehen, oder doch ganz böse sein, dann fährt man hier auf der sicheren seite, aber effektiver, schneller und ortsungebundener arbeitet es sich anders einfach besser

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drücke wieder die schulbank

woche war gut, neues projekt ist ganz anders als alles, was ich vorher
erlebt hab, bezüglich umfeld und herangehensweise. die verlagsbranche
ist für mich, als absoluter neuling, natürlich spannend. was haben die
für themen, wo sind die hürden, was ist wichtig, was weniger
wichtiger. habe ja jetzt nur ein ganz kleinen einblick bekommen, aber
sehe mein bücherschrank mit neuen augen.

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offline vs. online

normalerweise reflektiere ich nicht die ganze zeit, was ich da eigentlich tue und was die beweggründe sind, aber bin irgendwo über den satz gestolpert und musste beim laufen drüber nachdenken und zwar, dass man im netz seine eine eigene realität lebt und vor allem eine andere realität lebt, als im offline leben.

die unterscheidung online vs. offline tritt für mich besonders dann stark ans licht, wenn ich z.B. twitternachrichten lese, wie: verabschiede mich jetzt, geh ins real life. oder ich mich selber beobachte und merke, wie das manchmal auseinander klafft, das real life und das online leben. in meiner gefühlswelt ist das allerdings alles gleichwertig, ich reagiere auf virtuelle geschehen mit der gleichen intensität, wie auf geschehen im realen leben. auf wikipedia wird virtualität so beschrieben:

Virtualität ist die Eigenschaft einer Sache, nicht in der Form zu existieren, in der sie zu existieren scheint, aber in ihrem Wesen oder ihrer Wirkung einer in dieser Form existierenden Sache zu gleichen. Das Wort führt über den französischen Begriff virtuel (fähig zu wirken, möglich) zurück auf das lateinische Wort virtus (Tugend, Tüchtigkeit, Kraft, Männlichkeit).

Virtualität spezifiziert also eine gedachte oder über ihre Eigenschaften konkretisierte Entität, die zwar nicht physisch, aber doch in ihrer Funktionalität oder Wirkung vorhanden ist. Somit ist „virtuell“ nicht das Gegenteil von „real“, obwohl es fälschlicherweise oft so verwendet wird.

ich bin dann darauf gekommen, dass ich eigentlich mit allen projekten, die ich starte, versuche die brücke zu schlagen vom virtuellen in die realität. mich interessiert es am meisten, wenn etwas virtuell anfängt und dann real wird. sei es bei groops, bei meep und das ist es auch, was ich an twitter so mag, es ist einfach ein guter ausgangspunkt, um dinge real werden zu lassen. am schönsten finde ich es, wenn alles eins wird, die dualität aufgehoben ist. darüber kann ich jetzt auch wieder nachdenken: dualität aufheben, geht das?;)

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brauchen hilfe beim design, bitte melden....

jeder von uns hat sich daran schon stundenlang versucht, aber irgendwie sieht es immer komisch aus, sind in der design richtung leider eher weniger begabt:(
diese box soll aber gut aussehen, es ist das erste, was die leute sehen, wenn sie auf die seite kommen. also wenn jemand eine idee hat, helfen kann, wir wären sehr dankbar->erlöst uns vom augenkrebs:) retter hier bitte melden: mirjam(at)groops(dot)net oder über twitter: miadonna

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