Textstellen markieren oder Kommentare im E-Book setzen und diese über geschlossene Netzwerke zu teilen, waren die ersten Versuche in Richtung Social-Reading. Diese Funktionen sind bislang aber immer nur an die jeweilige E-Reader-Software gebunden, mit der das E-Book gelesen wird. Damit sind die Möglichkeiten des Social Readings, die der Leser in seinem E-Book vorfindet, meistens auf eine spezielle E-Book-Händlerumgebung begrenzt. Amazon hat übrigens jetzt gerade ein Q&A Funktion bei sich im Kindle eingebaut, Fragen an den Autor... Buchfrage, da war doch was:-) Sehr cool, Amazon gilt jetzt nicht gerade als die lahmste Ente im Teich und zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Aber Amazon ist ein Händler, der mit einem geschlossenen System arbeitet, also eher uncool. Die Buchfrage und Fragen an den Autor haben wir ja schon etwas länger und haben wichtige Erfahrungen damit gesammelt, darauf basierend entwickeln wir bereits an der nächsten Social Reading Lösung, die dann pünktlich zur Buchmesse online geht.
Social Reading muss es möglich machen, alle Leser des Buches oder alle Fans des Autors miteinander zu verbinden – egal ob der Leser das Buch als gedrucktes (Papier-)Buch oder als E-Book liest und unabhängig vom digitalen E-Book Format und dem genutzten E-Reader.
Es geht darum, Communitys durch echte Gemeinschaftserlebnisse in Form von Echtzeitdiskussionen um den Buchinhalt selbst zu bilden. Wir entwickeln eine Lösung, mit der man Leserunden und Diskussionen direkt im E-Book und gleichzeitig auch auf der Webseite des Autors oder auf der Verlagswebseite miteinander vernetzt.
Ein Beispiel:
Der Autor 'Max' hat seinen ersten Roman geschrieben. Der Verlag veröffentlicht den Roman als Printausgabe und als E-Book. Max hat sich außerdem eine eigene kleine Webseite eingerichtet und auf der Verlagswebseite erhält der Autor natürlich auch eine Profilseite.
Der Verlag möchte das Buch von Max nun den Lesern vorstellen und initiiert dazu eine Leserunde im neuen Social-Reading Widget auf der eigenen Verlagswebseite. Diese Leserunde erscheint nicht nur auf der Verlagswebseite, sondern zeitgleich auch im E-Book und auf der Webseite des Autors, auf LovelyBooks und dazu auf allen Seiten des LovelyBooks-Lesernetzwerkes (Blogs, Buchhandlungen, Literaturseiten), die das Social-Reading Widget bei sich eingebunden haben.
Der Verlag erreicht somit mit einem Beitrag auf seiner Verlagswebseite eine Vielzahl von Lesern an ganz verschiedenen Stellen im Web. Die Leser steigen über unterschiedliche Einstiegspunkte in die Diskussion ein: manche schreiben ihre Beiträge direkt im E-Book, andere auf der Verlagswebseite oder bei Lovelybooks und wieder andere in ihrem eigenen Blog. Die Beiträge werden zeitgleich überall angezeigt und der Leser kann sich von überall mit seinen eigenen Beiträgen einbringen.
Max beteiligt sich selbst auch an der Leserunde und zwar ganz bequem von seiner eigenen Webseite aus. Die Leser des E-Books können seine Beiträge im E-Book verfolgen und sich mit ihm dort austauschen, die Leser der Printausgabe beteiligen sich über die Einstiegspunkte im Netz (z.B. über die Verlagswebseite).